Kiel entscheidet!

Am 23. März: JA zu Bürgerbeteiligung, JA zur Sicherung von Arbeitsplätzen, JA zum Planungsstopp Möbel Kraft!

Der Bürgerentscheid

Am 23. März wird es den ersten Bürgerentscheid in der Geschichte Kiels geben. Unzählige Kielerinnen und Kieler haben viele tausend Unterschriften gesammelt, um diese Abstimmung über einen Stopp des Planungsverfahrens zur Ansiedlung von Möbel Kraft und Sconto (Projektname: „Möbelmarktzentrum“) zu erreichen.

Damit haben sie einen Millionen-Konzern und die etablierte Stadtpolitik direkt herausgefordert: Es besteht die einmalige Möglichkeit, ein unsinniges und für Kiel schädliches Bauprojekt zu stoppen.

Stimmen Sie bei diesem Bürgerentscheid am 23. März mit JA!

Auf diesen Seiten bieten wir Ihnen zahlreiche Fakten und Informationen, um sich selbst ein Bild zu machen. Sollten Sie Fragen haben oder mit uns für ein JA zum Bürgerentscheid kämpfen wollen – wenden Sie sich sehr gerne an uns!

Hier gehts zum Infocountdown


Die aktuellsten Beiträge:



Verkäuferinnen und Verkäufer sind keine Geringqualifizierten. Torsten Albig muss sich entschuldigen!

Gute Arbeit statt Dumpinglöhne! Ja zum Planungsstopp für Möbel Kraft!In einem Interview bezeichnet Torsten Albig die schlechten Arbeitsplätze bei Möbel Kraft als Chance für Geringqualifizierte. Der arbeitsmarktpolitische Sprecher der LINKEN, Stefan Karstens, selbst gelernter Einzelhandelsverkäufer, fordert eine Entschuldigung.

“Es ist für sich schon eine Unverschämtheit, dass ein Ministerpräsident sich zur Werbe-Ikone eines Möbelkonzerns machen lässt und eine Angstkampagne gegen die freie Entscheidung der Bürgerinnen und Bürger fährt. Vollends sprachlos aber macht die Tatsache, dass Herr Albig zur Begründung kurzerhand eine ganze Berufsgruppe als ‘geringqualifiziert’ abkanzelt, die halt keine besseren Arbeitsbedingungen erwarten dürften als die prekären Jobs, die Möbel Kraft in Kiel zu schaffen gedenkt,” so Stefan Karstens DIE LINKE. Schleswig-Holstein.

Die Berufsgruppe der Einzelhandelskaufleute bzw. Verkäuferinnen und Verkäufer ist nach Zahlen der Bundesagentur für Arbeit mit rund 120.000 Beschäftigten die mit Abstand größte in Schleswig-Holstein. Seit vielen Jahren ist der dreijährige Ausbildungsberuf “Kauffrau/Kaufmann im Einzelhandel” sowie der zweijährige Ausbildungsberuf “Verkäuferin/Verkäufer” die am häufigsten von jungen Menschen gewählte Berufsausbildung in diesem Bundesland.

“Wer Verkaufspersonal per se als ‘geringqualifiziert’ kategorisiert sitzt entweder ohne jeden Realitätsbezug im Elfenbeinturm, oder schüttet bewusst Wasser auf die Mühlen der Wirtschaftsverbände, die spätestens seit der einseitigen Kündigungen des Manteltarifvertrages im Vorjahr einen Generalangriff auf die Arbeitsbedingungen im Handel unternehmen. Ich fordere von Ministerpräsident Albig eine Entschuldigung für seine Äußerungen!”, so Stefan Karstens weiter.

Zwischen Möbel Kraft und die Politik passt kein Blatt. DGB-Chef Hornschu handelt gegen Beschlüsse von Verdi.

Bürgerwille statt Angstkampagnen! Am Sonntag: Ja zu Transparenz, Ja zu Bürgerbeteiligung!DIE LINKE sieht in Albigs Auftritt in einem Möbel Kraft-Werbeflyer einen gefährlichen Schritt der Entfremdung zur Bevölkerung. DGB-Chef Hornschu, der ebenfalls in dem Flyer zu finden ist, handelt offensiv gegen die Beschlüsse der Handelsgewerkschaft Verdi.

„Ich finde es ist einem Ministerpräsidenten nicht angemessen, in einem Werbeflyer von Möbel Kraft aufzutauchen. Er vermittelt den Bürgerinnen und Bürgern den Eindruck, als sei er nicht mehr ‘Landesvater’, sondern das Maskottchen von Möbel Kraft“, so Landesgeschäftsführer Marco Höne.

Der Kieler DGB-Vorsitzenden und SPD-Kommunalpolitiker Frank Hornschu ist ebenfalls in dem besagten Flyer als Unterstützer von Möbel Kraft abgebildet.

„Obwohl Verdi explizit keine Empfehlung für Möbel Kraft ausspricht, lässt sich der DGB-Vorsitzende in seiner Funktion weiter in die Werbekampagne von Möbel Kraft einspannen. Ich bin gespannt, ob er diesen Affront unbeschadet übersteht“, so Höne abschließend.

Möbel Kraft lügt öffentlich: Das Unternehmen zahlt unter Tarif

Transparenz statt PR-Sprüche. Am Sonntag: Ja zum Bürgerentscheid, Ja zu guter Arbeit!Möbel Kraft-Geschäftsführer Gunnar George gibt an, sein Unternehmen zahle über Tarif, wenngleich er einräumt, sich nicht an den Tarifvertrag zu halten.

„Wir haben einen Arbeitsvertrag der klar beweist, dass Möbel Kraft nicht nur unter Tariflohn zahlt, sondern alles ausnutzt was zu Lasten der Angestellten nur irgend möglich ist. Wie Gunnar George seine Behauptungen beweisen will ist mir unklar. Vielleicht meint er mit Durchschnittslohn alles vom höchsten Management bis zur Putzkraft? Vielleicht meint er auch die Provisionen, von denen keine Verkäuferin weiß ob sie mit ihnen rechnen kann oder nicht, wenn sie am Monatsanfang wieder von vorne anfängt“, so der arbeitsmarktpolitische Sprecher der LINKEN,  Stefan Karstens.

In dem Arbeitsvertrag werden nahezu alle Erschwernisse vorgenommen, die das Arbeitsrecht noch gerade so legal möglich macht. Es wird mit am Verkaufserfolg orientierten sogenannten „Qualifikationsstufen“ gearbeitet, durch die Verkäuferinnen und Verkäufer ständig unter enormen Druck stehen: Wer Verkaufsabschlüsse unter einem vermeintlichen Durchschnitt erzielt, dem drohen im Folgejahr Gehaltseinbußen von fast 10%. Die Angestellten verdienen teilweise weniger als 6 Euro netto die Stunde.

DIE LINKE macht das ihr zugespielte Dokument heute öffentlich. Dann kann sich jede und jeder selbst einen Eindruck verschaffen.

Hier der zugespielte Arbeitsvertrag von Möbel Kraft [pdf].

Torsten Albig wird neuer Werbestar von Möbel Kraft!

Foto von Torsten Albig (SPD)Ohne Selbstkritik wirft sich der Ministerpräsident Torsten Albig nach der Holzhammermethode in den Kieler Bürgerentscheid, um für Arbeitsplatzverdrängung, Niedriglöhne und Verlust von Lebensqualität zu werben.

„Es reicht noch nicht, dass die Initiatoren es mit Stadtverwaltung und Millionenkonzern aufnehmen müssen, auch der ‘Landesvater’ zieht nun in den Kampf gegen die Bürgerinnen und Bürger, die sich von seiner Politik betrogen fühlen. Dies ist ein unwürdiges Schauspiel, erweckt es doch den Eindruck als Tanze die Politik nun völlig nach der Pfeife von Möbel Kraft“, so der arbeitsmarktpolitische Sprecher der Partei DIE LINKE. Schleswig-Holstein, Stefan Karstens.

In einem Interview betont Albig, dass eine Entscheidung gegen Möbel Kraft zu diesem Zeitpunkt zu spät käme.

„Weiß Herr Albig eigentlich, dass noch gar nicht entschieden ist, ob da ein Möbelhaus gebaut werden darf? Alleine die sogenannte frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung fand erst im Oktober 2013 statt, die dort vorgebrachten Einwände sind doch noch nicht mal abgewogen, aber scheinbar ist es schnurzegal was die Bürgerinnen sagen, Hauptsache der Investor ist glücklich“, so Stefan Karstens abschließend.

Schlechte Arbeit bei Möbel Kraft. Kritik aus den Gewerkschaften.

Ohne Tarifvertrag? Solche Arbeitsplätze: Nicht mit uns! Ja zum Planungsstopp für Möbel KraftGestern wurde ein Arbeitsvertrag von Möbel Kraft publik, der zeigt, dass das Unternehmen bei Gewerkschaften nicht umsonst einen miserablen Ruf genießt. Es werden nahezu alle Erschwernisse vorgenommen, die das Arbeitsrecht noch gerade so legal möglich macht. Es wird mit am Verkaufserfolg orientierten sogenannten „Qualifikationsstufen“ gearbeitet, durch die Verkäuferinnen und Verkäufer ständig unter enormen Druck stehen: Wer Verkaufsabschlüsse unter einem vermeintlichen Durchschnitt erzielt, dem drohen im Folgejahr Gehaltseinbußen von fast 10%. Die Angestellten verdienen teilweise weniger als 6 Euro netto die Stunde.

Laut unserer Kenntnis hat Möbel Kraft diesen Arbeitsvertrag auf Nachfrage weder bestätigt noch dementiert.

Continue reading

Möbel Kraft: Schlechte Arbeit für Kiel. Arbeitsvertrag bekannt geworden.

7,03 Euro pro Stunde? Solche Arbeitsplätze: Nicht mit uns! JA zum Planungsstopp für Möbel Kraft!DIE LINKE sieht sich durch einen zugespielten Arbeitsvertrag von Möbel Kraft in ihrer Kritik an den dortigen Arbeitsverhältnissen bestätigt.

„Stundenlöhne von unter 6 Euro (netto) und ein Provisionssystem, welches einen von Jahr zu Jahr in kalter Unsicherheit lässt: Das ist ein Geschäftsmodell, das eigentlich keine Daseinsberechtigung haben sollte. Für Konzernlenker mag es logisch erscheinen, über Dumpinglöhne die Marktauslese zu bestehen und Wettbewerbsvorteile zu erlangen. Im Sinne der Beschäftigten sowie der Bürgerinnen und Bürger Kiels ist dieses aber mit Sicherheit nicht. Es ist völlig unverständlich, wie einem solchen Unternehmen hier in Kiel der Rote Teppich ausgerollt werden soll“, so der arbeitsmarktpolitische Sprecher der LINKEN. Schleswig-Holstein, Stefan Karstens.

DIE LINKE kritisiert seit langem, dass die geplante Ansiedlung von Möbel Kraft nicht dem Füllen einer vermeintlichen Marktlücke dient, sondern Teil eines brutalen Verdrängungswettkampfes der Möbelhäuser ist. Bei diesem versuchen die großen Konzerne solange über Verkaufsflächen zu wachsen, bis Mitbewerber zur Aufgabe gezwungen sind. Ein Prinzip, dessen verheerende Wirkung erst in jüngster Zeit z.B. in der Baumarkt-Branche beobachtet werden konnte und tausende Arbeitsplätze gekostet hat.

„Als Single mag man ja mit einer solchen Entlohnung noch irgendwie über die Runden kommen, wer aber eine Familie zu versorgen hat steht bei solchen Löhnen schnell zum sogenannten ‘Aufstocken’ im Jobcenter“, so Stefan Karstens weiter. „Ich appelliere an die Kielerinnen und Kieler: Verhindern sie solche Dumpinglöhne, verhindern sie die Ansiedlung von Möbel Kraft! Stimmen sie beim Bürgerentscheid mit JA!

© 2014 Kiel entscheidet!

Theme by Anders NorenUp ↑