Die erste Million ist schon weg

Kosten der Olympia-Bewerbung. Geplant: 790.000 Euro. Schon jetzt: ca. 1 Mio. Euro. NEIN zu Olympia in Kiel.Statt wie geplant ca. 790.000 Euro bis Ende Januar 2016 gibt die Stadt Kiel bis Ende 2015 je nach Rechnung zwischen gut einer Millionen Euro und knapp 1,4 Millionen Euro für die Bewerbung zu den Olympischen Segelwettbewerben 2014 aus. Eine Kleine Anfrage der LINKEN brachte es ans Tageslicht.

Auch wenn die schon im Februar zusätzlich geplanten Personalkosten (Drucksache 0084/2015) einberechnet werden, ändert sich an der rasanten Kostensteigerung nicht viel. Denn im ursprünglichen Finanzplan waren 100.000 Euro für die Erstellung des sogenannten „Mini-Bid-Book“ eingestellt worden. Dieses Mini-Bid-Book muss aufgrund einer Änderung beim IOC nicht realisiert werden und es fallen auch keine Kosten dafür an.

Besonders krass die Abweichung bei den Kosten für die „Infokampagne“ bis zur Entscheidung über den Segelstandort im Frühjahr 2015. Statt geplant 30.000 Euro sind insgesamt über 100.000 Euro für diesen Posten angefallen, eine satte Steigerung von insgesamt 334 Prozent.

Für die Planung nach der Entscheidung über den Segelstandort sollten insgesamt 290.000 Euro ausgegeben werden, es waren zum Schluss 396.955,65 Euro, knapp 37 % mehr als veranschlagt.

Die Kosten für die Öffentlichkeitsarbeit einschließlich Bürgerentscheid waren mit 375.000 Euro projektiert, es werden laut Antwort auf die kleine Anfrage voraussichtlich „nur“ 392.678.56 Euro ausgegeben, die Steigerung ist hier also überschaubar.

Insgesamt beträgt die Kostensteigerung bei diesen genannten Punkten über 29 Prozent. Statt geplant 690.000 werden Kosten in Höhe von 891.886,64 Euro anfallen.

Der größte zusätzliche Kostenfaktor sind die Personalkosten. Es wurden neue Stellen geschaffen, die bis Ende 2015 insgesamt mit 100.000 Euro zu Buche schlagen. Zusätzlich rechnet die Stadt damit, dass ein Personalkostenvolumen in der rechnerischen Höhe von ca. 380.000 Euro bis Ende 2015 zusätzlich anfallen wird.

Übrigens hat die Stadt es bisher versäumt, den Finanzausschuss der Stadt Kiel über die tatsächliche Deckung der Ausgaben für die Olympiabewerbung zu informieren.

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