Von der Ausrichtung der Olympischen Spiele hat der Breitensport in Kiel keinen Nutzen

Schul- und Breitensport statt Größenwahn! Bürgerentscheid am 29. November: NEIN zu Olympia in Kiel (DIE LINKE. Kiel)Der Breitensport ist ein wichtiger Bestandteil für die Vermittlung von Werten wie Toleranz, Respekt und Fairness. Gewalt und Diskriminierung werden durch das Angebot und die Ausübung von Breitensport eingedämmt , da Menschen mit und ohne Behinderungen, unabhängig von sozialen, ethnischen, religiösen Hintergründen oder sexueller Orientierung eine gemeinsame Tätigkeit ausüben und so schon bei Kindern eine Basis dafür geschaffen wird, dass Mauern in den Köpfen überwunden werden. Daher ist es wichtig, dass allen Menschen mit einem umfassenden Angebot Zugang zum Breitensport ermöglicht wird, um die eigene Gesundheit zu fördern und soziale Kontakte zu knüpfen. Dem Breitensport wird daher eine zentrale gesellschaftliche Rolle zu Teil, wodurch eine umfassende Sportförderung dem Breitensport zu Gute kommen muss.
 
Durch Größenwahnprojekte wie eine Bewerbung Kiels für die Olympischen Segelwettbewerbe wird diese Förderung nicht vorangetrieben, sondern lediglich die weitere Kommerzialisierung des Sports und die Profitmaximierung des IOC und seiner Sponsoren unterstützt.

In den letzten Monaten sammelte ein breites Bündnis Unterschriften für den Erhalt des Freizeitbades Katzheide, da die Stadt die Sanierungskosten von knapp 750.000 Euro angeblich nicht aufwenden wollte. Nur wenige Wochen später aber beschloss der städtische Finanzausschuss die Mittel für das Bewerbungsverfahren zu den Olympischen Spielen bereit zu stellen, welche sich auf 790.000 Euro belaufen. Ersichtlich, wo hier für die Stadtoberen die Prioritäten liegen. Nachdem eine Bürgerinitiative innerhalb kurzer Zeit mehr als 11.000 Unterschriften sammelte, gab es nun Zugeständnisse von Seiten der Stadtverwaltung, das Freibad Katzheide vorerst doch weiter zubetreiben. Ob auch eine notwendige, umfangreiche Sanierung dieser wichtigen Sportstätte erfolgen soll, ist bis heute unklar.

Seit vielen Jahren besteht in Kiel ein erheblicher Sanierungsstau bei Sportanlagen. Insbesondere Schulsporthallen sind häufig marode. Die bisher eingeplanten ca. 41 Millionen Euro, welche die Landeshauptstadt Kiel für die Ausrichtung der olympischen Segelwettbewerbe investieren möchte, übersteigen den aktuellen Sanierungsbedarf in Höhe von ca. 15 Millionen Euro für Turnhallen und Sportanlagen im Kieler Stadtgebiet fast um das Dreifache! Eine Investition, die für alle sporttreibenden Kielerinnen und Kieler nachhaltiger ist als einzelne Prachtbauten in Schilksee, für die eine Weiternutzung über die Olympischen Spiele hinaus im Breitensport zumindest fragwürdig ist.

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